Spielbericht

U 14: Dritte Niederlage im vierten Spiel - JFV Cuxhaven erweist sich als das clevere Team - zwei Walter-Tore durch Standards

Die erste Saison in der Bezirksliga bleibt für die U 14 des JFV Verden-Brunsbrock holprig. Im vierten Saisonspiel kassierten die Walter-Schützlinge bereits ihre dritte Niederlage. Mit drei Punkten, einem Verhältnis von 7:12 Toren und einem Spiel weniger (gegen Tabellenletzten Meyenburg/Aschwarden) belegt die ambitionierte Truppe aktuell den vierten Tabellenplatz. Erneut mussten die beiden Trainer, Frank Walter und Marko Santoli, ihre Mannschaft kurzfristig aufgrund von Spielerausfällen umbauen. Keeper Moritz Barelmann fiel krankheitsbedingt aus, und Moris Lochmann und Jonas Haefke konnten aus privaten Gründen nicht spielen. So standen für die wichtige Partie gegen den Tabellenzweiten gerade mal 13 Spieler im Kader. Die Gastgeber dagegen konnten kadermäßig aus dem Vollem schöpfen und machten davon insbesondere in der zweiten Spielhälfte auch reichlich Gebrauch. Die Verbrocker hingegen mussten bereits zur Pause Antonio Santoli mit Rückenproblemen vom Feld nehmen. Für ihn kam mit Mark Grohnau ein etatmäßiger Stürmer, der auf ungewohnter Position agieren musste. Später ersetzte Nymer Deoniziak Linus Zerhusen, der kurz vor Spielende für Mars Lambers noch einmal eingewechselt wurde. Von Beginn an übernahmen die Platzherren die Initiative und versuchten insbesondere über ihre schnellen Außenstürmer, zu Tormöglichkeiten zu kommen. Für Verbrocks Abwehr, der mit Jonas Haefke ein zentraler Spieler fehlte, bedeutete dies von der ersten Minute an Schwerstarbeit. Anfangs machten die Jungs um Adrian Oppermann und Nik Tödter in der Innenverteidigung ihre Sache auch gut. Die Spieleröffnung allerdings kam mit zunehmender Spieldauer zu kurz. So hing Fin Ashley Hunt, der nach seinem erfolgreichen Spiel gegen die JSG Achim-Uesen, erneut in der Sturmspitze aufgeboten wurde, zeitweilig arg in der Luft. Das Zuspiel der permanent unter Druck stehenden Außenverteidiger klappte (zu) selten. Und so kamen die Verbrocker kaum zu erfolgsversprechenden Torchancen. Das 1:0 der Cuxhavener fiel in der 11. Spielminute. Nur neun Minuten später erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Das 3:0 - wiederum nur drei Minuten später - bedeutete fast schon die Vorentscheidung. Ein kurioses Tor, bei dem Verbrocks Keeper Leonard, Nguyen, nicht die glücklichste Figur machte. Dennoch: Im Verlauf des Spiels machte Nguyen seinen Fehler gleich mehrfach wieder gut und bewahrte sein Team vor einem (noch) höheren Rückstand. Hoffnung keimte aus Sicht der Verbrocker auf, als sozusagen mit dem Halbzeitpfiff des souveränen Schiedsrichters, Benediktus Krämer, der 1:3 Anschlusstreffer fiel: Fin Ashley Hunt wurde ballführend an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Krämer pfiff sofort auf Freistoß und zeigte dem Cuxhavener Spieler wegen Foulspiels die gelbe Karte. Verbrocks Mika Walter legte sich den Ball zurecht und zog ab. Sein an der Schnur gezogener Schuss senkte sich über dem Cuxhavener Keeper unhaltbar ins Netz. Ein Kunstschuss!

Unmittelbar danach ging es für beide Teams in die Kabinen. Mutig ging es nach der Pause für die Verbrocker weiter. Nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff gab es für die Verbrocker eine weitere Freistoßsituation in aussichtsreicher Position. Erneut ein Fall für Mika Walter: Abermals zirkelte er den Ball über die Abwehrmauer hinweg unhaltbar unter die Latte. Ein Tor - fast noch schöner als das erste. Und plötzlich witterten die Walter-Schützlinge Morgenluft. Ging da doch noch etwas? Nein! Die kalte Dusche folgte wiederum nur drei Minuten später, als die Gastgeber auf 4:2 erhöhten. Das 5:2 in der Endphase des Spiels fiel, als die Verbrocker alles nach vorne warfen, um erneut zum Anschluss zu kommen. Verbrocks hoch stehender Kapitän Lennart Menzel konnte ein Zuspiel auf Cuxhavens erfolgreichsten Torschützen, Jenrik Bunck, auf der linken Außenbahn nicht verhindern und verlor das anschließende Laufduell klar. Bunks Paß vor das Tor brauchte einer seiner beiden völlig freistehenden Mitspieler nur noch einzuschieben. Das wars…

Jürgen Menzel